Liberalismus, Menschenrechte, Weltanschauung, Wissenschaft

Das Angelspiel …

Ein sehr guter Artikel von Lisa Reimann, der auch erklärt, woran wir noch immer arbeiten müssen und dass Inklusion sich eben NICHT nur auf Menschen mit Behinderung bezieht!

Auch wenn dieser Artikel schon fast drei Jahre alt ist, ist der aktuell, auch wie vor.
Wir sehen es an dem Nichtlernen vieler Behörden, Vereine, auch aller Parteien, die noch immer den Begriff „Integration“ verwenden!

Wie wir wissen, wie sehr die Sprache unser Denken und Handeln beeinflussen kann, denken wir genau nach, mit welchen Begriffen wir formulieren.
Es gibt Beispiele für Begriffe, die uns zumindest unbewußt in unserem Denken stark beeinflussen.
Ich nenne jetzt hier keine Beispiele, weil ich möchte, dass wir eben darüber nachdenken und uns kritischer mit unserer Sprache auseinander setzen!

http://inklusionsfakten.de/das-angelspiel-oder-woran-mich-unsere-gesellschaft-manchmal-erinnert/

Behinderung, Kinder, Menschenrechte, Sexueller Mißbrauch, WHO, Wissenschaft

Notrufnummer gegen sexuelle Misshandlungen

Was mich seit vielen Jahren beschäftigt …
Ich versuche mitzuhelfen eine Lösung für Hörgeschädigte und Gehörlose zu finden, die nicht anonym eine Notrufnummer für sexuell Mißhandelte anrufen können. Insbesondere für Kinder, die sexuell misshandelt wurden, auch in eigener Familie.
Bedenken wir die Bedeutung dieser Notrufnummern, mit dieser Möglichkeit können deutlich mehr Straftaten aufgedeckt, wie auch dann erst die dringend nötigen Therapien für die Opfer angeboten werden.
Für Gehörlose, die ohne Gebärdensprache nicht auskommen oder sonst einen DGS-Dolmetscher brauchen, ist keine Anonymität, somit nach wie vor keine Hilfe möglich. Dabei ist gerade die Anonymität eine sehr wichtige und meistens die entscheidende Möglichkeit für die Opfer.
Für die Schwerhörigen und Ertaubte, wie mich, dürfte es relativ einfache Möglichkeiten mittels automatischer Schriftmittlung (wie bei den privaten Fernsehsendern, die es schon teilweise gibt) geben. Für die Gebärdensprache oder für die Lormen (die die Taubblinden nutzen) weiss ich noch nirgends eine ausreichende Technik. Das ist ein Drama.

Behinderung, Bildung, Freiheit, Inklusion, Kultur, Menschenrechte, Soziales, UN

Elbphilharmonie – Barrierefreiheit für Blinde?

Ich musste mir Kritiken gefallen lassen, weil ich Zweifel an ausreichender Barrierefreiheit insgesamt für alle BürgerInnen hatte.
Denn, es wurden eben nicht alle verschiedenen Behindertenverbände zur fachlichen Beratung und Unterstützung herangezogen.
In Fragen von Barrierefreiheit wird im Allgemeinen leider immer „nur“ an Rollstuhlfahrer gedacht, nach wie vor, wenn überhaupt.
Dabei haben wir sehr viele Formen von Behinderungen, die gleichberechtigt berücksichtigt werden müssen, wenn schon wir die Kulturangebote für ALLE Menschen zugänglich machen wollen und auch müssen. Denn, jeder hat einen Rechtsanspruch auf Bildungsteilhabe, also auch auf kulturelle Veranstaltungen!
Also, die Blinden, auch die Schwerhörigen, die auf Schriftmittlung angewiesen sind, und weitere Menschen mit anderen Behinderungen wurden vergessen, obwohl die damals zuständige Kultursenatorin, Barbara Kisseler, noch vor ihrem Tode versuchte auf diese Mängel hinzuweisen.
Jedenfalls ist es eigentlich ein Skandal, dass gerade für einen so aufwendigen Neubau nicht gelungen war, die zur Zeit geltenden Maßstäbe zur ausreichenden Barrierefreiheit umzusetzen. Das zeigt wiederholt, dass das Denken in Inklusion bei den meisten Menschen noch immer nicht ausreichend angekommen ist und deshalb es auch in der Bildungspolitik weiterhin bei nicht ausreichenden Inklusionsprozessen bleiben wird.
Wir brauchen in Hamburg endlich einen politischen Wechsel!

http://www.bsvh.org/news/items/begehung-der-elbphilharmonie-offenbart-maengel-bei-barrierefreiheit.html

Freiheit, Inklusion, Liberalismus, Menschenrechte, Philosophie, Soziales, Weltanschauung

Olivia Jones auf der Bundesversammlung

Aus gegebenem Anlass, da soviel über Olivia Jones geredet wird, leider auch oft mit den so typischen An-/ Bemerkungen, die so typisch sind gegenüber den Inter-,Transgendermenschen, die ganz besonders von unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden, nach wie vor.
Dass diese Menschen meist in „unseriösen“ Branchen tätig sind, liegt an unserer Gesellschaft und den fast nicht vorhandenen Inklusionsarbeiten für diese Menschen. Es ist deshalb ein starkes und wichtiges Signal, dass Olivia Jones eingeladen wurde. Es zeigt doch, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die schon etwas fortschrittlicher, offener sind.
Ich sage schon stets, erst wenn unsere Gesellschaft so weit ist, dass unser Staatsoberhaupt alles mögliche sein kann, nicht hübsch, vlt. auch mehrfachbehindert, Intergender, ein Moslem, ein Jude, Roma, FRAU!, etc. dann erst hat unsere Gesellschaft verstanden, was Toleranz und Respekt gegenüber einem anderem Menschen tatsächlich bedeuten.

Bildung, Menschenrechte, News, UN

10.12.1948 und die maximal mögliche Vielfalt mittels inklusiver Prozesse

 

Um die optimalen integrierenden Prozesse zur maximal möglichen Vielfalt erreichen zu können, brauchen wir insbesondere eine gemeinsame Sprache und Haltung.
Der 10.12.1948 ist auch deshalb historisch und grundlegend für alle weiteren rechtlichen und wissenschaftlichen Schritte zu einer erfolgreichen Inklusionspolitik.
Solange versucht wird Teilbereiche unserer Menschenrechte einzuschränken, werden insgesamt die Inklusionsprozesse ausgebremst.
Menschen, die etwas gegen z.B. die Flüchtlinge haben, sind i.d.R. die Ersten, die grundsätzlich etwas gegen das gemeinsame Lernen und Leben mit verschiedenen Menschen haben, sie wollen erst die eigenen Interessen durchsetzen.
Dabei kann die Inklusion nur funktionieren, wenn alle Menschen auch zu einem Kompromiss bereit sind und allen anderen Menschen die gleichen Rechte anerkennen.

Europa, Flüchtlingspolitik, Freiheit, Frieden, Inklusion, Menschenrechte, News, Soziales, Weltanschauung, Wissenschaft

Christoph Butterwegge

„Ich stehe für den aktiven Sozialstaat“!
Ich würde, wäre ich Mitglied der Bundesversammlung, Herrn Christoph Butterwegge wählen!
Er wurde zwar über Die Linke nominiert, ist jedoch parteilos.
Im Gegensatz zu Herrn Steinmeier steht er tatsächlich für den Sozialstaat, für die Fürsorgepflicht des Staates ohne Bedingungen, also entsprechend den Menschenrechten.
Und Herr Butterwegge ist auch äußerst kompetent in Fragen der Ursachen des Rassismus und Rechtsextremismus.
Er schrieb z.B. 1990 ein hervorragendes Buch „Rechtsextremismus im vereinten Deutschland“, in diesem nannte er schon entscheidende, wichtige Ursachen zum Problem, das nun aktueller denn je ist.
Er ist eine Figur, die sehr gut und glaubwürdig die bisherigen Versäumnisse unserer Politik und Gesellschaft aufzeigt.
Er wird zwar nicht gewählt werden, dank der parteipolitischen Interessen. Ich hoffe jedoch, dass seine Kandidatur zumindest die so wichtigen Themen soziale Gerechtigkeit und Rassismus in deutlich größerer Tiefe zur Diskussion bringt. Denn der Bundestag insgesamt ist noch immer nicht auf dem richtigen Weg.
Übrigens setzte sich meine Frau schon 1992 mit ihrer Diplomarbeit „Das Fremde verstehen – eine psychologische Untersuchung“ unter anderem mit Herrn Butterwegge auseinander.
Was lernten wir bisher über die Ursachen des Rassismus und der soziale Ungerechtigkeit? Wir müssen unsere Politik endlich und tatsächlich korrigieren!

Link zum Interview
Ich stehe für den aktiven Sozialstaat

Allgemein, Arbeit, Europa, Inklusion, Menschenrechte, Soziales

Studie: Die working poor Europas werden immer mehr

Es reicht eben nicht, bloß Arbeitsplätze zu schaffen, wenn wir den Trend gegen Europa endlich umkehren wollen (müssen)!
„Trotz eines leichten Aufschwungs am europäischen Arbeitsmarkt sind immer mehr Menschen mit Vollzeitjob von Armut bedroht. Und da bildet auch Deutschland keine Ausnahme, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung belegt.“
http://dw.com/p/2Se4V

http://dw.com/p/2Se4V

EU, Europa, Inklusion, Kinder, Menschenrechte, Soziales

Help us end childhood statelessness in Europe

 

Calling on all European states

This petition is organised by the European Network on Statelessness (ENS)

There is an urgent need for European States to act to prevent children from growing up without a nationality. The majority of Europe’s stateless kids were born in Europe; many of them would not remain stateless today if all European countries had in place legal safeguards against childhood statelessness as required by international law. The shocking reality is that more than half the countries in Europe are failing to meet these obligations, thereby denying a nationality to thousands of children across the continent.
The European Network on Statelessness urges all European states to:

Accede to the UN 1954 Convention relating to the Status of Stateless Persons and the 1961 Convention on the Reduction of Statelessness;
Address gaps in their laws and practice in order to implement comprehensive safeguards to identify and grant nationality to children born on their territory who would otherwise be stateless, as soon as possible after birth;
Ensure access to free and universal birth registration in order to prevent statelessness.

Behinderung, Freiheit, Inklusion, Kunst, Menschenrechte, News, Philosophie, Soziales, UN, WHO

honigsüss (Lyrik von Marie-Celestine Cronhardt-Lück Giessen)

Herzlich Dank an Marie-Celestine Cronhardt-Lück , dass ich es hier posten darf!


honigsüß

meine sonne verdunkelt sich der 

morgen atmet trauer

meine hände zittern

ich sing mein lied

sing es still

weil keiner

es hören will

integration

inklusion

große worte

keine taten

verschlossene türen

keine auskünfte

der wind flüstert

hoffnung

verstummt

honigsüß wird

hart geurteilt

ausgegrenzt

zurückgewiesen

nicht verstanden

kämpfen macht so müde

ein inferno tobt in mir

ich wünsche mir

dass 

die die an den schaltstellen sitzen

„1 jahr in meinen schuhen laufen“

wer ist gescheitert

unser system oder ich

persönliches budget

sozialstation

integration

inklusion

es tut mir leid

dafür sind wir nicht zuständig

meine mutter denkt immer

ich merke es nicht

wenn sie wieder einmal

für mich weint

über die vielen

neins

über den paragraphendschungel

der so voll wilder tiere ist

dass man daran

scheitern muss

lange hab ich überlegt

soll ich die welt

konfrontieren mit mir

und all denen

die keine worte finden

deren hände zittern

deren sonnen morgens

schon untergehen

die das flüstern des windes

nicht hören können

die der paragraphendschungel

erschöpft

weil zu viel zeit

zu viel trauer atmet 

dann …

dachte ich

was macht die welt mit mir

mit uns

die am rande leben

sie macht die augen zu

reitet auf schlüpfrigen

paragraphen

von amtsstube

zu amtsstube

schmettert ab

honigsüß