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honigsüss (Lyrik von Marie-Celestine Cronhardt-Lück Giessen)

Herzlich Dank an Marie-Celestine Cronhardt-Lück , dass ich es hier posten darf!


honigsüß

meine sonne verdunkelt sich der 

morgen atmet trauer

meine hände zittern

ich sing mein lied

sing es still

weil keiner

es hören will

integration

inklusion

große worte

keine taten

verschlossene türen

keine auskünfte

der wind flüstert

hoffnung

verstummt

honigsüß wird

hart geurteilt

ausgegrenzt

zurückgewiesen

nicht verstanden

kämpfen macht so müde

ein inferno tobt in mir

ich wünsche mir

dass 

die die an den schaltstellen sitzen

„1 jahr in meinen schuhen laufen“

wer ist gescheitert

unser system oder ich

persönliches budget

sozialstation

integration

inklusion

es tut mir leid

dafür sind wir nicht zuständig

meine mutter denkt immer

ich merke es nicht

wenn sie wieder einmal

für mich weint

über die vielen

neins

über den paragraphendschungel

der so voll wilder tiere ist

dass man daran

scheitern muss

lange hab ich überlegt

soll ich die welt

konfrontieren mit mir

und all denen

die keine worte finden

deren hände zittern

deren sonnen morgens

schon untergehen

die das flüstern des windes

nicht hören können

die der paragraphendschungel

erschöpft

weil zu viel zeit

zu viel trauer atmet 

dann …

dachte ich

was macht die welt mit mir

mit uns

die am rande leben

sie macht die augen zu

reitet auf schlüpfrigen

paragraphen

von amtsstube

zu amtsstube

schmettert ab

honigsüß

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